URAL INFO


in mitten von heiklen und nervösen Vollblütern zieht sie gelassen den Karren,
auch durch eine Schlammbahn an das Ziel


Ural das Kaltblut unter den Motorradgespanne
1942 ließ Stalin die kriegswichtige Produktion von Motorrädern für seine Rote Armee hektisch in den südlichen Ural verlegen. Nur weg von Moskau, und raus aus der Reichweite von Luftwaffe und Wehrmacht. Deren BMW K71-Gespanne hatten als technisches Vorbild für die Ural M (für „Motozikl“) 72 gedient. In einer ehemaligen Brauerei fanden die russischen Gespannbauer in Irbit schließlich ihren sicheren Unterschlupf – und haben dort seitdem rund 3,2 Millionen 650er- und 750er-Viertakt-Boxer-Motorräder gebaut. Technisch haben sie dabei stets versucht, Schritt zu halten. Haben den Sprung vom seitengesteuerten Motor zu stößelstangenbetätigten Ventilen nachvollzogen, wie auch den Schritt von Vergaser zu EFI Motoren geschaft und produzieren auch heute noch, in Irbit in Sibirien neue Ural Gespanne. Ural ist das Kult-Gespann der 2000 Jahre.